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Klinik


Klinik und Poliklinik für
Psychiatrie,
Psychosomatik und
Psychotherapie

Univ.-Prof. Dr. J. Deckert


IZKF Forschergruppe

Common Pathways of Neuropsychiatric and Cardiovascular Disease, 2012-2017

Leitung

Dr. Leif Hommers
email: Hommers_L@ukw.de

Mitarbeiter

Birgit Thur (TA)

Inge-Regine Reck (TA)

Annette Raab (Pharm. PhD Studentin)

Saskia Stonawski (Psych. PhD Studentin)

Catherina Wurst (Psych. PhD Studentin)

Kontakt

IZKF Forschergruppe
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Universitätsklinikum Würzburg
Margarete-Höppel-Platz 1 (ehemals Füchsleinstr. 15), D-97080 Würzburg

Telefon: 76830

Ziele und Forschungsgebiete

Kardiovaskuläre und neuropsychiatrische Erkrankungen stellen, insbesondere bei gemeinsamer Komorbidität, die häufigste Ursache für verlorene, erkrankungsfreie Lebensjahre dar. Die Forschungsgruppe „Gemeinsame Regulatoren von Angsterkrankungen, Depression und Herzinsuffizienz in G-Protein gekoppelten Signalwegen“ erforscht grundlegende, molekulare Prozesse von kardiovaskulären und neuropsychiatrischen Erkrankungen, um das Verständnis von gemeinsamen Pathomechanismen zu erweitern und neue Perspektiven in der Entwicklung von Therapieansätzen zu gewinnen.

In einem interdisziplinären, translationalen Forschungsansatz werden anhand von Patientenstichproben und von Tiermodellen hypothesenfrei und hypothesengebunden neue Kandidatengene neuropsychiatrischer und kardiovaskulärer Erkrankungen identifiziert. Gemeinsame Kandidatengene werden auf ihre zelluläre Bedeutung hin untersucht und abschließend bezüglich der pathologischen Relevanz translational validiert. Einen wesentlichen Forschungsschwerpunkt bildet die Feinregulation der Genexpression von Kandidatengenen, da diese nach aktuellen Befunden in der Krankheitsmanifestation eine entscheidende Rolle spielt. Die Erforschung von regulatorischen microRNAs, die die Expression von mRNAs eines bzw. eines Netzwerks von Kandidatengenen zeitgleich inhibieren können, bildet zusammen mit klassisch molekular- und zellbiologischen Untersuchungen, sowie Tiermodellen neuropsychiatrischer und kardiovaskulärer Erkrankungen die methodischen Schwerpunkte der Forschungsgruppe.

Die Untersuchungen fokussieren sich auf Signalwege G-Protein gekoppelter Rezeptoren, denen in kardiovaskulären und neuropsychiatrischen Erkrankungen eine wesentliche Bedeutung zukommt. Gq-gekoppelte Signalwege bilden eine besonders interessante und wichtige Schnittstelle, da sie sowohl in der Entstehung von Angsterkrankungen und Depression, als auch von Hypertension und kardialer Hypertrophie involviert sind. Die Forschungsgruppe wird die zelluläre Bedeutung eines identifizierten regulatorischen Proteins von Gq-gekoppelten Signalwegen und bekannten, gemeinsamen Kandidatengen von Angsterkrankungen, Hypertrophie und Hypertension – Regulators of G-Protein Signaling 2 (RGS2) – untersuchen und von diesem ausgehend dysregulierte zelluläre Prozesse und microRNA-Gennetzwerke in kardiovaskulären und neuropsychiatrischen Erkrankungen identifizieren.

Durch die interdisziplinäre und translationale Ausrichtung bildet die Forschungsgruppe eine neuartige Vernetzung zwischen Psychiatrie, Kardiologie und Pharmakologie und verbindet nachhaltig die Forschungsschwerpunkte „Vaskulopathien und Myocarderkrankungen“ und „klinische und experimentelle Neurobiologie“ innerhalb des IZKF und im Rahmen des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz.

 

Publikationen