Deutsch
English
Русский
Klinik


Klinik und Poliklinik für
Psychiatrie,
Psychosomatik und
Psychotherapie

Univ.-Prof. Dr. J. Deckert


Funktionelle Genomik

Kommissarische Leitung

Frau Dr. biol. hum. Heike Weber
email: Weber_H2@ukw.de
Telefon: 0931 201-78700

Gastprofessorin

Prof. Dr. Dr. Katharina Domschke, M.A. (USA)
email: katharina.domschke@uniklinik-freiburg.de

Mitarbeiter

Carola Gagel, BTA
email: Gagel_C@ukw.de

Michael G. Gottschalk, M.Sc., Ph.D. (Cantab)
email: Gottschalk_M@ukw.de
homepage: CV

Leonie Kollert, M.Sc. (Projekt SFB-TRR-58 Z02)
email: Kollert_L@ukw.de

Dipl.-Psych. Marina Mahr
email: Mahr_M1@ukw.de
homepage: CV

Christoph Schartner, MSc (Projekt SFB-TRR-58 Z02)
email: Schartner_C@ukw.de

Nicole Schmidt, MTA
email: Schmidt_N1@ukw.de

Saskia Stonawski, Dipl.-Psych.
email: Stonawski_S@ukw.de

Melanie Vietz, Dipl.-Psych. (Projekt SFB-TRR-58 C02)
email: Vietz_M@ukw.de

Dr. rer. nat Christiane Wolf
email: Wolf_C5@ukw.de

cand. med. Ann-Cathrine Berking, Doktorandin
cand. med. Marlene Kropp, Doktorandin
cand. med. Julia Mann, Doktorandin

Kontakt

AG „Funktionelle Genomik“
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Universitätsklinikum Würzburg
Margarete-Höppel-Platz 1 (ehemals Füchsleinstr. 15), D-97080 Würzburg

Tel.: +49 (0)931-201-78700
email: Weber_H2@ukw.de

Ziele und Forschungsgebiete

1) Genetik und Epigenetik von Angsterkrankungen und Depression

Depressionen und Angsterkrankungen zählen mit einer Lebenszeitprävalenz von etwa 20% zu den häufigsten Erkrankungen im psychiatrischen Fachgebiet. Sie sind durch eine multifaktorielle Ätiologie charakterisiert, wobei in Zwillingsstudien mit einer Heritabilität von 40-87% auch ein hoher Anteil genetischer Faktoren festgestellt wurde. Anders als bei den klassisch-genetischen (sog. monogenen) Erkrankungen ist bei psychischen Erkrankungen jedoch nicht ein einzelnes Gen für die Krankheitsentstehung verantwortlich, sondern diese wird in der Regel durch mehrere Gene bedingt, welche wiederum wahrscheinlich sowohl untereinander als auch mit Umwelt- und Verhaltensfaktoren interagieren. Ziel unserer Arbeitsgruppe ist es, im Rahmen von molekulargenetischen Assoziationsstudien genetische und epigenetische Faktoren zu identifizieren, die zum Auftreten von Depression und Angsterkrankungen beitragen.

2) Imaging Genetics von Angsterkrankungen und Depression

Assoziationsstudien von Varianten in Kandidatengenen mit Depression und Angsterkrankungen erbrachten zum Teil widersprüchliche Resultate, was unter anderem darauf zurückgeführt wurde, dass sich der kategoriale Krankheitsphänotyp dieser Erkrankungen wahrscheinlich aus einer Reihe psychopathologischer und neurobiologischer Merkmale zusammensetzt und damit keine homogene nosologische Entität darstellt. Daher werden in jüngerer Zeit sogenannte intermediäre Phänotypen wie neuronale Aktivierungskorrelate emotionaler Reizverarbeitung im fMRT, neuropsychologische oder neurophysiologische Marker als für Assoziationsstudien geeignetere Marker propagiert und in unserer Arbeitsgruppe mittels eines erweiterten „imaging genetics“ Ansatzes untersucht, da von diesen ein unmittelbarerer kausaler Zusammenhang mit dem zugrundeliegenden Genotyp erwartet wird.

3) Pharmakogenetik von Angsterkrankungen und Depression

Ein dritter Schwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt auf der Untersuchung des genetischen Einflusses auf die Behandlungs- und Krankheitsverläufe bei Angststörungen und der unipolaren Depression (Pharmakogenetik). Die Identifikation von genetischen und anderen Prädiktoren für den Therapieverlauf unter einer antidepressiven Pharmakotherapie oder anderen Therapien könnte in Zukunft zur Entwicklung einer individualisierteren, womöglich auch Genotyp-basierten und somit effektiveren Therapie der Depression beitragen.

Ausgewählte Publikationen

  1. Baune BT, Hohoff C, Berger K, Neumann A, Mortensen S, Roehrs T, Deckert J, Arolt V, Domschke K (2008) Association of the COMT val158met variant with antidepressant treatment response in Major Depression. Neuropsychopharmacology 33:924-932.
  2. Domschke K, Reif A, Weber H, Richter J, Hohoff C, Ohrmann P, Pedersen A, Bauer J, Suslow T, Kugel H, Heindel W, Baumann C, Klauke B, Jacob C, Maier W, Fritze J, Bandelow B, Krakowitzky P, Rothermundt M, Erhardt A, Binder EB, Holsboer F, Gerlach AL, Kircher T, Lang T, Alpers GW, Ströhle A, Fehm L, Gloster AT, Wittchen HU, Arolt V, Pauli P, Hamm A, Deckert J (2011) Neuropeptide S receptor gene – converging evidence for a role in panic disorder. Mol Psychiatry 16:938-948.
  3. Domschke K, Tidow N, Kuithan H, Schwarte K, Klauke B, Ambrée O, Reif A, Schmidt H, Arolt V, Kersting A, Zwanzger P, Deckert J (2012b) Monoamine oxidase A gene DNA hypomethylation - a risk factor for panic disorder? Int J Neuropsychopharmacol 15:1217-1228.
  4. Domschke K, Gajewska A, Winter B, Herrmann MJ, Warrings B, Mühlberger A, Wosnitza K, Glotzbach E, Conzelmann A, Dlugos A, Fobker M, Jacob C, Arolt V, Reif A, Pauli P, Zwanzger P, Deckert J (2012a) ADORA2A gene variation, caffeine and emotional processing – a multi-level interaction on startle reflex, Neuropsychopharmacology 37: 759-769. 
  5. Ziegler C, Dannlowski U, Braeuer D, Stevens S, Laeger I, Wittmann H, Tidow N, Mahr M, Kugel H, Heindel W, Dobel C, Hurlemann R, Reif A, Lesch KP, Arolt V, Gerlach A, Hoyer J, Deckert J, Zwanzger P, Domschke K (2015) Oxytocin receptor (OXTR) gene methylation – converging evidence for a role in social anxiety, Neuropsychopharmacology 40:1528-1538.
  6. Weber H, Richter J, Straube B, Lueken U, Domschke K, Schartner C, Klauke B, Baumann C, Pané-Farré C, Jacob CP, Scholz CJ, Zwanzger P, Lang T, Fehm L, Jansen A, Konrad C, Fydrich T, Wittmann A, Pfleiderer B, Ströhle A, Gerlach AL, Alpers GW, Arolt V, Pauli P,  Wittchen HU, Kent L, Hamm A, Kircher T, Deckert J, Reif A (2016) Allelic variation in CRHR1 predisposes to panic disorder: evidence for biased fear processing. Mol Psychiatry. 21(6):813-822.
  7. Deckert J, Weber H, Villmann C, Lonsdorf TB, Richter J, Andreatta M, Arias-Vasquez A, Hommers L, Kent L, Schartner C, Cichon S , Wolf C, Schaefer N, Collenberg C, Wachter B, Blum R, Schümann D, Scharfenort R, Schumacher J, Forstner AJ, Baumann C, Schiele MA, Notzon S, Zwanzger P, Janzing JGE, Galesloot T, Kiemeney LA, Gajewska A, Glotzbach-Schoon E, Mühlberger A, Alpers G, Fydrich T, Fehm F, Gerlach AL, Kircher T, Lang T, Ströhle A, Arolt V, Wittchen HU, Kalisch R, Büchel C, Hamm A, Nöthen MM, Romanos M, Domschke K, Pauli P, Reif A (2017) GLRB allelic variation associated with agoraphobic cognitions, increased startle response and fear network activation: A potential neurogenetic pathway to panic disorder. Mol Psychiatry DOI: 10.1038/mp.2017.2.

Verbundprojekte

Lokale Forschungsverbünde

  • Graduate School of Life Sciences (GSLS), Universität Würzburg
  • Research Training Group RTG 1253/2 GK Emotions, Universität Würzburg