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Klinik


Klinik und Poliklinik für
Psychiatrie,
Psychosomatik und
Psychotherapie

Univ.-Prof. Dr. J. Deckert


Was ist eine bipolare Störung?

Menschen, die an einer bipolaren Erkrankung (auch manisch-depressive Erkrankung genannt) leiden, schwanken zwischen Phasen von trauriger und gedrückter Stimmung (Depression) und Zeiten gehobener oder gereizter Stimmung mit Antriebssteigerung (Manie bzw. bei nicht so stark ausgeprägten Phasen Hypomanie). Zwischen diesen Phasen sind die Patienten vollkommen gesund. Die Erkrankung ist häufig – ca. 1% der erwachsenen Bevölkerung ist betroffen – und trifft Männer wie Frauen zu gleichen Teilen. Die Ursachen der bipolaren Störung sind vielfältig und zum Großteil noch unverstanden, jedoch weiß man, dass Stress und Veranlagungsfaktoren eine wesentliche Rolle spielen. Oft wird die bipolare Erkrankung nicht erkannt oder anders diagnostiziert, was für die Behandlung ungünstig ist. Die Behandlung der bipolaren Erkrankung ist nämlich von anderen Erkrankungen unterschiedlich. Sie umfasst neben einer spezifischen Psychotherapie auch eine spezifische medikamentöse Therapie – Stimmungsstablisatoren gelten heute als Standard. Mehr zur bipolaren Erkrankung an sich finden Sie auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS).

Unser Behandlungsangebot

Unser Behandlungsschwerpunkt für Patienten, die an einer bipolaren Erkrankung leiden, umfasst eine Schwerpunktstation mit einer angegliederten Spezialambulanz.

Schwerpunktstation

Station 3-West Tel.: 0931/201-76500
21 stationäre Behandlungsplätze PS_3West@ukw.de

Spezialambulanz für bipolar-affektive Erkrankungen

Sprechstunde Mi, 8.30-14.00 Uhr (Termine nach Vereinbarung)
Telefonsprechstunde: Di, 16.00 – 18.00; Tel.: 0931/ 201 76521

Die Station III-West ist eine Schwerpunktstation für bipolar-affektive Erkrankungen, bislang die einzige im nordbayrischen Raum. Für Patienten, die an einer bipolaren Erkrankung leiden, wird ein umfassendes und integriertes Therapiekonzept angeboten. Dieses besteht aus einer Psychoedukations-Gruppe, in der grundlegendes Wissen über die Erkrankung vermittelt wird, einer darauf speziell abgestimmten Gruppen-Psychotherapie sowie individualisierter Einzel-Psychotherapie. Auch die Angehörigen werden sowohl in den Arztgesprächen, aber auch mit einer eigenen Psychoedukationsgruppe auf Wunsch eng in die Behandlung der bipolaren Störung einbezogen. Die stationäre Behandlung wird im ambulanten Bereich durch eine angegliederte Spezialambulanz ergänzt, die mit den Ärzten der Station besetzt ist. Die Patienten haben hier also sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich denselben Ansprechpartner, so dass eine enge Vernetzung der Akut- und der prophylaktischen Therapie gegeben ist.

Die speziellen Probleme, die sich bei Kindern von Betroffenen ergeben können, werden in der Familiensprechstunde thematisiert, die durch die Diakonie angeboten wird. 

Um für die Betroffenen niederschwellig Hilfe anbieten zu können, bieten wir Di 16-18 Uhr eine Telefonsprechstunde  an. Ein besonderes Augenmerk unserer Station liegt auch auf der Diagnostik bzw. Abgrenzung eines eventuell co-morbid vorhandenen adulten ADHS, das wir standardisiert und wissenschaftlich valide diagnostizieren und dann ggf. eine Behandlung einleiten. 

Die medikamentöse Behandlung der bipolaren Störung erfolgt nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Empfehlungen und den aktuellen Leitlinien (S3-Leitlinie der DGPPN) und beinhaltet neben einer standardisierten psychometrischen Befunderhebung auch die regelmäßige Kontrolle der Blutspiegel (Therapeutisches Drug Monitoring, TDM). Weitere biologische Therapieverfahren umfassen EKT (Elektrokonvulsionstherapie), Lichttherapie und Wachtherapie sowie in Einzelfällen in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Psychophysiologie die transkranielle Magnetstimulation (TMS). Psychoedukative Gruppen zum Thema Schlaf und Ernährung vervollständigen unser Angebot. Natürlich stehen den Patienten auch alle allgemeinen Therapieangebote des Hauses, wie Training von sozialen Kompetenzen, Genussgruppe, Stressbewältigungsgruppe, Konzentrationstraining, Entspannungstherapie (Muskelentspannung nach Jacobsen), Musiktherapie, Kunsttherapie, Ergotherapie, und Physiotherapie offen. Sie werden in einen individuellen Therapieplan mit speziellen Angeboten für bipolare Patienten integriert [Stationsstundenplan, Wochenplan]. 

Unser motiviertes und erfahrenes Behandlungsteam ist multiprofessionell und umfasst einen Oberarzt, zwei Ärzte/innen, zwei Psychologinnen, einen Sozialarbeiter und zwölf Pflegekräfte, darunter eine Mentorin und eine Kraft in der Fachweiterbildung zur Fachkraft für Psychiatrie. Alle Mitarbeiter der Station werden kontinuierlich über die bipolare Störung weitergebildet, unter anderem auch in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e. V. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit der Selbsthilfegruppe für Menschen mit bipolaren Störungen im Raum Würzburg zusammen.

Unser Team

Dr. Andreas Menke

Oberarzt:

Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Menke (CV)

Menke_A@ukw.de

@Dr_A_Me (twitter)

 

 

Frau S. Treiber

Stationsärzte:

Frau S. Treiber

Treiber_S@ukw.de

Herr T. Schmidt

Frau A. Sedghi

Frau A. Weidner

Frau A. Weidner

Weidner_A2@ukw.de

Fr. Reitz Jannika

Psychologen:

Frau J. Reitz

Reitz_J@ukw.de

Herr M. Blickle

Herr M. Blickle

Blickle_M@ukw.de

Frau E. Flohr

Frau E. Flohr

Flohr_E@ukw.de

Frau K. Veh

Frau K. Veh

Veh_K@ukw.de

 

 

Frau A. Bison

Stationsleitung:

Frau A. Bison

Bison_A@ukw.de

Fr. Thiel-Winkler

Stellv. Stationsleitung:

Frau A. Thiel-Winkler

Thiel_A@ukw.de

Sozialarbeiterin

Frau M. Helfrich

Helfrich_M@ukw.de

Behandlungsteam

Pflegeteam